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Theaterbesuch Kastl 09.12.2011
17.08.2017 16:34

Ich habe akuten Schlafmangel nach der schönen Nachtwanderung gestern. Leider musste ich früh morgens in die Arbeit fahren, gleich nachdem Daniel und Johannes auch endlich eingetrudelt waren. Den beiden hat das Studentenleben nicht so gut getan wie mir. Gell. Das Licht ist bereits aus, als ich etwas verspätet im Schützenheim in Kastl ankomme. „Entschuldigung. Danke. Sorry. Danke. Vielen Dank. Entschuldigen sie bitte“, flüstere ich, als ich mich durch die Sitzreihe zu meinem vorbestimmten Platz durchmogle. Das Stück aus der Feder von Margit Stich hieß diesmal „Gefahr in Verzug“. Von der Geschichte selbst bin ich heuer leider etwas enttäuscht. Sie war zusammenhangslos und irgendwie fehlte auch ein gescheites Ende. Die standardmäßige Besetzung wurde diesmal von zwei jungen Schauspielern (Jaqueline Reger und Matthias Bayer) ergänzt. Die Truppe hat definitiv das letzte aus dem mageren Stück herausgeholt. Die Inszenierung und die schauspielerische Leistung waren, wie gewohnt, hervorragend. Der Abend war mit zahlreichen ulkigen Slapstick- Einlagen gefüllt, welche die Lachmuskeln enorm beanspruchten. Der beste Darsteller war meines Erachtens Rudi Schinner als schusseliger, feiger Hosenscheißer und gleichzeitig Finanzbeamter „Fritz“. Erwähnenswert ist hier die Szene als er wider seinen Willen ein Wundermittel der Dorfhexe Genovefa verabreicht bekommt und dann mit beginnendem Durchfall von der Bühne stürmt. Besonders genial war auch die Szene der imaginären Fahrstunde. Das war schon fast filmreif als Willi (Anton Boemmel) versucht seiner Schwester Thea (Margit Stich) das Autofahren am Gartentisch beizubringen. Sie weiß zwar nicht wer Sebastian Vettel ist, will jedoch genauso fahren wie er. Dabei rasen die beiden in Theas Fantasie über die Landstraßen. In Willis Vorstellung überfahren sie jedoch eine Fußgängergruppe. Da wäre ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen.

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