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Silvestertrip 2011/2012 – Berlin
17.08.2017 16:37

Es war halb 6 Uhr in der Früh und wir saßen im Zug Richtung Berlin als wir mit der Party anfingen. Bereits auf der Hinfahrt gab es für Ines, Kas, Chris, Daniela, Daniel, Schniffi, Anderle, Steve, Chrissy und mich schon leckere Mischgetränke im Überfluss. Wir waren bestens gelaunt und so konnte uns auch ein etwas angewiderter Bundeswehrsoldat nicht die Stimmung vermießen. Das schöne Wetter machte mir persönlich besonders gute Laune. Mit erfahrenem City-Guide und Survival-Spezialisten Mosi schafften wir den Weg zum Hotel auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Als Ältester musste ich in unserer Herberge auch für die Einhaltung der Hausordnung unterschreiben. Unser Hotel in der Köpenicker Straße glich mehr einer Jugendherberge und alle Bewohner waren in prächtiger Partystimmung. Am Nachmittag war ein kleiner Imbiss und ein Stadtbummel angesagt. Wir waren ziemlich erschöpft als wir zum Vorschlafen wieder auf unseren Hotelzimmern waren. Aber nicht alle nutzten die Zeit für Ruhe und Erholung. Ich schlief jedoch wie ein Murmeltier und irgendwer wecke mich mit den Worten: „Schau mal im Fernsehen. Die Party ist schon voll im Gange. Steh auf Alter!“ Alle waren schon damit beschäftigt sich für den Abend hübsch zu machen. Wir fuhren um etwa 19 Uhr Richtung Brandenburger Tor, mussten jedoch vom Hauptbahnhof aus bis zur Straße des 17. Juni laufen. Total krass fand ich die Geräuschkulisse zu dieser Tageszeit. Überall knallte es und es brannte Feuerwerk in einem Ausmaß, wie es bei uns Zuhause nicht einmal um 24 Uhr der Fall gewesen wäre. Wir gingen auf der Straße so wie möglich nach vorne. Alle Leute waren total gut drauf und davon wurden wir sofort angesteckt. Da Berlin für mich die Stadt der Individualisten und Selbstdarsteller ist war ich umso erstaunter, wie offen und herzlich die Leute dort waren. Wir haben auf jedem Falle sehr sehr viele Leute kennengelernt und mit ihnen gefeiert. Gott sei Dank bin ich ein Mann. Weil das Toilettenproblem hätte meine Stimmung sonst vielleicht etwas getrübt. Bis spät in die Nacht haben wir getanzt und in der Menge gebadet. Es war einfach überwältigend. Vor allem die Auftritte von Udo Jürgens und Jonny Logan trieben mir fast Tränen in die Augen. Die Rückfahrt ins Hotel war problemlos und wir waren bald wieder im Hotel. Ich schlief mit Anderle und Schniffi in einem Bett. Gott sei Dank hatten wir Late-Check-Out dazugebucht. So konnten wir um halb 11 noch das Frühstück genießen bevor wir das Hotel verließen. Auf dem Weg zum Bahnhof sahen wir, wie noch ein paar Leute aus den Discos und Clubs stolperten. Nachdem wir unseren Proviant bei Pizza-Hut aufgefüllt hatten traten wir die Heimreise an. Diesmal war der Zug gut gefüllt. Leider hatten wir ein paar kleine Probleme mit der Sitzplatzreservierung. Aber ich will hier nicht rumjammern denn gejammert wurde ja schon genug an dieses Wochenende. Jammern weil wir zu früh ins Bett gegangen sind. Jammern weil wir nicht mit dem Auto gefahren sind. Jammern weil der Jack alle ist. Jammern weil man sich aus dem Hotelzimmer ausgesperrt hatte. Jammern weil die Duschbrause zu hoch war. Usw. Aber das ganze Gejammere ist hoffentlich bald vergessen. Und ich will nie wieder gesagt bekommen: „Jammer nicht so rum!“ Mir bleibt auf jeden Fall die Erinnerung an die bisher schönste Silvesterparty meines Lebens.

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