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Rod Stewart Arena Nürnberg am 24.06.2010
17.08.2017 16:03

Es passt zwar jetzt nicht in die Rubrik Rennberichte aber ich möchte meinen eifrigen Lesern trotzdem gerne von dem berichten, was ich so mache und was mich bewegt. Nach einer etwas durchwachsenen Woche hab ich mich nach Feierabend auf den Weg in die Arena nach Nürnberg gemacht. Ich war zwei Stunden vor Konzertbeginn dort und hatte dort noch lange Zeit um mich im Freien auf einer Bank zu sonnen. Das Wetter war herrlich und ich ließ meine Gedanken baumeln. Als ich dann in der Eishalle war, fand ich meinen Platz ca. 2 m mittig vor der Bühne. Die Arena füllte sich nur langsam und ich dachte mir, dass da viel zu wenig Leute da wären.  Der Altersdurchschnitt des Publikums war jenseits der 35 und ich fühlte mich so jung wie schon lange nicht mehr. Aber Scherz beiseite… Kurz vor 8 Uhr war das Stadion, Gott sei Dank, plötzlich sehr gut gefüllt. Die Stimmung war allerdings noch total im Keller. Das ist ja noch untertrieben! Sie war nicht im Keller sondern eher im untersten Geschoss einer Tiefgarage! Im Hintergrund lief leise etwas von Nora Jones, Amy Wynehouse und so ähnliches. Oh weh, Oh weh. „Hoffentlich tauen die Ü-30er noch auf,“ habe ich mir gedacht. Alle warteten in geduldiger Andacht darauf, dass sich der neonfarbig bedruckte Vorhang, auf dem eine Lokomotive mit Rod als Lokomotivführer abgebildet war, öffnete.  Mit britischer Pünktlichkeit öffnete sich der Vorhang um 8 Uhr und die Musiker betraten zur gleichen musikalischen Umrahmung wie Jake und Elwood Blues die Bühne. Nacheinander kamen 3 attraktive schwarze Sängerinnen, 2 Bläser, 2 Schlagzeuger, 2 Gitarristen, 1 Bassist und 1 Pianist hereingetanzt. Als dann aber Sir Rod Stewart als Letzter die Bühne betrat, gab es für die Menge kein Halten. Es wurde so laut gekreischt, dass mir fast die Ohren abgeflogen sind. Ich muss zugeben, dass auch ich in diesem Augenblick seinem Charme, seinem Humor und seiner Ausstrahlung erlegen bin. In den nächsten zwei Stunden habe ich geklatscht, getanzt und mitgesungen als ob ich selbst auf der Bühne stehen würde. Keines meiner beiden Augen blieb dabei trocken – ich bin halt generell nah ans Wasser gebaut. Auf der Playlist standen einige Songs seiner neuen Platte Soulbook aber hauptsächlich seine großen Hits wie „Do you think i am sexy“, „Maggie May“, „Sailing“ und viele mehr. Ich war so nah an der Bühne, dass ich die Klappen des Saxophons und seine Stimme auch ohne Mikrofon hören konnte. Es hat mich wirklich fasziniert, dass er auch gesanglich noch so gut ist wie von der Schallplatte. Das er zweimal Husten musste, machte ihn sogar noch authentischer und sympathischer.  Die letzte Zugabe war „Baby Jane“ – was sonst. Und dieser Song sprach mir aus der Seele wie ein Gebet…

Ich wünschte, etwas von Rod´s Charisma würde einfach auf mich überspringen. Mein Fazit ist folgendes: Was gut war bleibt gut und wird  nicht von heute auf morgen schlecht! Thank you for the music, Rod!

 

http://www.songtexte.com/songtext/rod-stewart/baby-jane-73d6b6ed.html

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