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Rennbericht Nordbayernserie in Markt Taschendorf am 23.09.2012
17.08.2017 16:49

„On any Sunday“ Wie treffend hat doch Steve McQueen seinen Filmtitel formuliert und wie treffend passt er zu unserem Lebensstil. Während andere am Sonntagmorgen ihren Rausch ausschlafen oder sogar noch in irgendwelchen Bars rumstolpern laden wir unser Gerümpel bei völliger Dunkelheit in den Bus um wieder einmal zu einem Rennen zu fahren. Froni und ich hatten diesmal unsere Motorräder schon am Vortag hergerichtet und verstaut. So kamen wir überpünktlich um 7:15 Uhr im fränkischen Markt Taschendorf bei Schlüsselfeld an. Die Sonne ging gerade auf und es war eisig kalt. Das ganze Fahrerlager war still und es schien so als ob noch alle schlafen. Im Festzelt wurden noch ein bisschen aufgeräumt und die Fahrzeugabnahme und Papierabnahme war bereits besetzt. Nach problemloser Abnahme besichtigten wir die Strecke. Das Wetter war super und die Strecke optimal bewässert. Leider ist der Boden am Fichtenberg sehr lehmig und festgefahren, so dass es sehr rutschig wird wenn Wasser darauf kommt. Die Fahrer der Jungenklasse 125 waren ziemlich dreckig, als sie vom freien Training zurückkamen. Doch als wir zum ersten Mal auf die Strecke durften waren die Bedingungen gut. Wunderschön fügte sich die fast reine Naturstrecke in die hügelige Landschaft. Diese „Achterbahn“ schlängelte sich zwischen Obstbäumen und einem kleinen Waldstück hindurch. Die Hindernisse (kleiner Katzenbuckel, kleiner Table, mittlerer Table, kleiner Step-Down) waren für alle Fahrer machbar. Der Start war sehr lang und etwas komisch, weil man über einen Anlieger in die Strecke einbiegen musste. Ich fühlte mich sehr wohl auf der Strecke und das Fahren hat dort richtig Spaß gemacht. Nur der Boden müsste vor einer solchen Veranstaltung mal gründlich aufgerissen werden. Dann kann man sicherlich auch einigermaßen bei Nässe fahren. Aber der Untergrund war auch schon der einzige Wehmutstropfen. Beim freien Training war ich gesamt Vierter wobei nur ein Starter aus der Nordbayernserie vor mir lag. Im Qualifying konnte ich nicht mehr zulegen und landete auf dem 5. Startplatz. Besonders gefreut habe ich mich als ich in der Mittagspause meine nachgereisten Eltern erspähte. Sie blieben den ganzen Nachmittag und verfolgten mit Spannung die Rennläufe – besonders natürlich diese, bei denen wir am Start standen. Ich war mit beiden Rennen etwas unzufrieden. Beim ersten Rennen erwischte ich einen guten Start, machte dann aber einen Fahrfehler im sogenannten „Karussell“ wo man eine steile Auffahrt bewältigen muss. Ich muss dort kurz neben dem Moped herlaufen weil ich fast nicht hochgekommen bin. Das hat mich drei Plätze gekostet. Den zweiten Start versemmelte ich total und als dann auch noch Froni in der zweiten Kurve an mir vorbeizog wachte ich endlich auf. Von da ab machte ich gewaltig Druck und legte bei den Rundenzeiten enorm zu. Diesmal ließ ich mich auch nicht so von meinen Kontrahenten aufhalten und überholte einen nach dem anderen. 4 Runden vor Rennende lag ich auf dem 7. Platz und der 6.- Platzierte war direkt vor mir. Ich versuchte alles um ihn zu überholen. In jeder Kurve sah er mein Vorderrad und bekam ein lautes „rudduddudddudddudd“ als Überholsignal von mir zu hören. Doch dieser erfahrene Pilot wusste genau, wie er die Türe zuhalten konnte. In der letzten Kurve setzte ich noch einmal alles auf eine Karte und versuchte innen vorbeizugehen. Dann kam der Zielsprung, bei dem wir gleichzeitig absprangen. Leider fuhr er die schnellere Linie und hatte somit mehr Weite und Geschwindigkeit um die Ziellinie knapp vor mir zu überqueren. Er drehte sich sofort um und ich klatschte bei ihm ab. Er musste wirklich hart für diese Position kämpfen. Ingesamt wurde ich in der Tageswertung Sechster. Froni landete insgesamt auf Platz 16. Da jedoch sehr viele Gaststarter (einschließlich mich) vor ihm waren, bekam er als Fünfter der Nordbayernserie einen Pokal. Herzlichen Glückwunsch meinerseits. Bei der goldenen Möwe beschlossen wir am nächsten Wochenende in Burgwindheim mitzufahren. Den am nächsten Sonntag heißt es wieder: „On any Sunday“

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