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Rennbericht Mofacross der Nationen am 03.09.2011
17.08.2017 16:28

Lange haben wir darauf hingearbeitet und jetzt ist es auch schon wieder vorbei. Seit Anfang des Jahres haben wir uns mächtig ins Zeug gelegt um das Mofarennen in Seitenthal auf die Beine zu stellen. Angefangen von den behördlichen Genehmigungen bis zur Organisation der Bewirtung musste einiges erledigt werden. Eine Woche vor dem Rennen waren Anderle und ich nahezu Rund um die Uhr mit den Vorbereitungen beschäftigt. Ich kümmerte mich um die Rennstrecke während Anderle sich mehr um die Party kümmerte. Verblüfft und erfreut waren wir jedoch als ein Team aus Kulmbach bereits am Freitag anreiste. Auch am Renntag war der Vormittag ziemlich stressig. Es war noch viel herzurichten und gleichzeitig kamen immer mehr Teams in Seitenthal an. Über das Wetter konnten wir uns nicht beklagen. Es war ein sommerlicher und heißer Tag. Insgesamt waren 21 Teams gekommen. Das war nicht ganz zufriedenstellend. Ich bin schon etwas enttäuscht darüber, dass vor allem die einheimischen Teams uns hier so boykotiert haben. Es hatten sich zwar ein paar Teams aus Pressath und Oberbibrach angemeldet, sind jedoch nicht erschienen. Aber gut – „selber schuld!“ würde ich da mal sagen. Wir hatten das ganze Rennen (Ablauf, Rennstrecke, Fahrerlager) sehr zuschauerfreundlich ausgerichtet und deshalb waren wir sehr froh, dass doch viele Leute aus der Umgebung vorbeigekommen sind. Sehr gefreut hat es mich, dass auch die Speinsharter meiner persönlichen Einladung gefolgt sind. Auch die Seitenthaler Bevölkerung war fast vollzählig erschienen und half uns auch bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Veranstaltung. Um 14 Uhr starteten wir pünktlich das freie Training. Einige Fahrer konnten es kaum erwarten die Rennstrecke in Augenschein zu nehmen. Danach folgten das Qualifying sowie 3 Wertungsläufe bei denen es Punkte für den Tagessieg gab. Das sportliche Niveau würde ich als sehr hoch bezeichnen und die Rennstrecke war sehr anspruchsvoll. Bei der Wellen-Sektion trennte sich die Spreu vom Weizen und obwohl nur 1,5 Stunden zu fahren waren stand den Fahrern nach den Rennen die Erschöpfung ins Gesicht geschrieben. Auch der straffe Zeitplan ließ den Team keine Zeit zum Luftholen. In den Abendstunden veranstalteten wir dann noch je ein Best-Rider-Shoot-Out für die Klasse 1 und 2. Besonders dieses Ausscheidungsrennen kam wahnsinnig gut bei den Fahren und Zuschauern an. In der seriennahen Klasse konnte Felix Schwab vom Team Lemming Racing das K.O.-Rennen für sich entscheiden. In der Tuningklasse siegte  Denny Lübbe vom Red Dragon Team, der bereits alle 3 Wertungsläufe auf dem Mofa verbrachte. Er musste sich noch einmal richtig anstrengen und wäre auch fast durch einen Sturz vorzeitig ausgeschieden. Den Zuschauern stockte der Atem, als er dann auch noch an einem Strohballen hängenblieb. Da sein Konkurrent Maxi Koubik, welcher ebenfalls in diesen Sturz verwickelt war, jedoch sein Mofa nicht rechtzeitig zum Laufen bekam erreichte Denny die letzte Runde des Finales. Hier konnte man erkennen, wie die Fahrer noch einmal über sich hinausgewachsen sind und auch am Doppelsprung und Waschbrett alles auf eine Karte setzten. Besonders spektakulär waren auch die Starts aus unserer selbstgebauten Motocross-Startanlage. Gefallen hat mir auch der Applaus der Zuschauer, die bei den packenden Zweikämpfen natürlich voll auf ihre Kosten kamen. Aber was heißt hier Kosten? Eintritt haben wir natürliche keinen verlangt. Nach der Siegerehrung gingen wir nahtlos zur After-Race-Party über, welche ein voller Erfolg war. Wir feierten bis früh in die Morgenstunden und auch einige Teams sind noch geblieben um auf das gelungene Event anzustoßen. Ein paar Burn-Outs im Zelt durften dabei natürlich auch nicht fehlen. Darum kümmerte sich allerdings Anderle. Viele Fahrer und Zuschauer kamen auf mich zu und gaben mir ein durchgehend positives Feedback zu unserem kleinen Mofarennen. Das hat mich wirklich sehr gefreut. Für eine eventuelle Fortsetzung im nächsten Jahr wünsche ich mir aber mehr Teilnehmer. Aber auch uns sind ein paar kleine Unzulänglichkeiten unterlaufen, die wir besser machen könnten. Und das werden wir auch tun. Bewährt hat sich der geordnete Ablauf mit dem Vorstart, bei dem alle Mofas vor jedem Start in einem abgesperrten Bereich gesammelt werden. Eine kleine Helferbox am Streckenrand hat leider gefehlt. Die Streckenlänge mit ca. 480m ist für 20 Teams gerade ausreichend. Anderle und ich machen uns jetzt schon wieder Gedanken was man noch alles verbessern kann. Danke sagen möchte ich noch einmal allen Helfern und Gönnern, die uns geholfen haben diese gelungene Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Danke auch an unseren Streckensprecher Mike, der die Zuschauer ständig mit den wichtigsten Infos versorgt hat. Bilder zum Rennen und Ergebnisse findet man bei www.mafia-racing.de

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