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Rennbericht Mofacross der Nationen am 01.09.2012
17.08.2017 16:47

Ich bin so stolz auf unsere gesamte Truppe. Das Team Chaos hat wirklich etwas Tolles geschafft und ich bin möchte mich bei allen Helfern nochmals ausdrücklich bedanken. Das 5 Tage andauernde Aufbauen und das 3 Tage lange Abbauen mit euch hat mir viel Spaß gemacht. Wir haben alle kräftig an einem Strang gezogen und können sehr zufrieden mit uns sein. Bedanken möchte ich mich ebenfalls bei den Seitenthalern für die Unterstützung unserer Sache und die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen. Überwältigt im Vorfeld unseres kleinen Rennens war ich von der Resonanz der Teams. Kurz vorm Renntag sah es fast so aus als ob es mit den 34 Startplätzen knapp werden könnte. Letztendlich erschienen 29 Teams, womit wir nicht gerechnet haben. Besonders stark war die Beteiligung der Teams aus der Neuburger Gegend. Das war auf der einen Seite sehr erfreulich und auf der anderen Seite auch sehr traurig. Die meisten Teams nahmen eine Anreise von mehreren 100 km auf sich aber eine Teilnahme einheimischer Mannschaften blieb auch heuer aus. Nur Florian Lehner aus Seitenthal war als einziger Lokalmatador am Start. Natürlich sammelten sich die ganzen seitenthaler Fans um ihn. Umso tragischer war es, dass er das Rennen wegen eines technischen Defekts (gebrochene Gabelbrücke) nicht zu Ende fahren konnte. Er war gut unterwegs und konnte gut im Mittelfeld mithalten – was bei diesem enorm ambitionierten Starterfeld einen super Leistung war. Am Morgen des Renntags war ich ziemlich aufgeregt und ich musste in aller Herrgottes Früh einen Baustromverteiler organisieren, weil wir enorme Probleme mit der Stromversorgung hatten. Andi und Steve haben es aber dann mit vollen Einsatz doch noch rechtzeitig hinbekommen. Zunächst kümmerte ich mich um die Begrüßung der Teilnehmer, die Anmeldung, die Fahrzeugabnahme und um die Fahrerbesprechung. Es war deutlich zu spüren, dass alle Teams total heiß auf das Finale der fränkischen Mofameisterschaft waren. Ständig wurde ich gefragt: „Wann können wir endlich auf die Strecke?“ Es wurde aber beschlossen, dass vor Rennbeginn niemand auf der Strecke fahren durfte. Als ich dann mit Daniel die Mofas um Punkt 15 Uhr zum Qualifying auf den Rundkurs ließ, dachte ich fast die fahren mich alle gleich über den Haufen. Unsere Rennstrecke kam gut bei den Fahrern an. Sie war sehr abwechslungsreich und deutlich länger wie im Vorjahr. Das Highlight war natürlich der Sprung über die Straße und der High-Speed-Asphalt-Abschnitt. Ach, wie gern wäre ich da selbst mitgefahren. Während der 15 Minuten des Qualifikationstrainings kristallisierten sich die Favoriten heraus. Besonders beeindruckt hat mich die Leistung der Scuderia Neuburg. Ihr Mofa schein wirklich perfekt abgestimmt zu sein. Leider fielen auch sie später wegen eines technischen Defekts aus. Mittlerweile waren auch die Berichterstatter Magdalena Wagner und Martin Zeitler anwesend und ich musste ihnen Rede und Antwort stehen, was ich natürlich sehr gerne tat. Pünktlich um 15:40 ging es mit der Teamvorstellung weiter. Da ich fast alle Teams und alle Fahrer persönlich sehr gut kenne fiel es mir sehr leicht ein paar Worte über jede Mannschaft zu sagen und ihre Besonderheiten herauszustellen. Die Spannung kurz vor dem Rennstart lag förmlich in der Luft und als dann alle Teams gleichzeitig die Motoren starteten und zum Startgatter fuhren bekam ich eine Gänsehaut. Die drei anschließenden Wertungsläufe verliefen nahezu reibungslos. Nur einmal mussten wir das Rennen kurz unterbrechen, weil ein Fahrer stürzte und auf der Strecke lag. Die Ergebnisse sind bei www.mylaps.com zu finden. Aber über die Sieger will ich hier nur wenige Worte verlieren. Denn alle Teams waren an diesem Tag Gewinner. Jeder hatte Spaß am Rennen und bei den unzähligen spannenden Zweikämpfen auf der Strecke. Die ebenfalls zahlreichen Zuschauer verfolgten das Spektakel sehr aufmerksam und euphorisch. Sie jubelten den Fahrern zu und oft sah man ungläubiges Kopfschütteln als einige Top-Piloten über das Waschbrett hämmerten. Nach den 3 Rennen absolvierten die noch fahrbereiten Teams die Shoot-Out-Rennen. Ich konnte kaum glauben was ich hier zu sehen bekam. Hart aber fair wurde bis zum Schluss gefightet und die Stimmung bei den Zuschauern war am Höhepunkt. Jeder fieberte mit und es blieb bis zum letzten Duell des Tages extrem spannend. Ganz nebenbei im Fahrerlager war Anderle der Helfer in der Not. Da wurden Gabelbrücken geschweißt und auch ein Auspuff repariert. So ein Service gehört nicht bei jedem Mofarennen zur Aufgabe des Veranstalters – für uns ist das doch eine Selbstverständlichkeit. Die Siegerehrung fand heuer im Zelt statt und alle waren gespannt auf die Ergebnisse. Viele wussten noch nicht wer der Tagessieger war, da wir erst noch die Punkte der einzelnen Läufe zusammenzählen mussten. Bei der anschließenden After-Race-Party hatten wir noch genügend Zeit für benzinhaltige Gespräche mit den Teams und ein super Renntag ging dem Ende entgegen. Viele schwärmten noch von der Strecke und den Bodenverhältnissen, die wirklich perfekt waren. Ich bin mir sicher, dass sich alle positiv an das Mofacross der Nationen 2012 erinnern werden und ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr über 30 Teams bei uns begrüßen darf. Coole Videos zur Veranstaltung sind unter www.paradies-oberpfalz.de zu finden.

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