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Rennbericht Hillclimbing in Großhabersdorf am 4.2.2006
17.08.2017 15:41

Vorbereitung:

Im Vorfeld wurden wir per Email über das Hillclimbing informiert. Natürlich mussten wir da unbedingt dabei sein. Da der genau Termin noch nicht feststand, sondern nur, dass es bei Schnee sein sollte, liefen die Vorbereitungen gleich auf Hochtouren. So haben wir noch schnell nen Spikereifen für vorne Organisiert und hinten eine Schneekette aufgezogen. Kurz vor dem Event traf dann auch noch der neue Vergaser ein, von dem wir uns mehr Drehmoment versprachen. Übersetzungstechnisch haben wir das kürzeste montier, was wir hatten. So lief unsere Karre nur noch so 30km/h.

Renntag:

Um 9:00 Uhr war Abfahrt in Feilersdorf. Leider waren nur Stefan und Katharina da. Die Münchsreuther hatten aber zugesagt, dass sie auch noch nachkommen. Also fuhren wir pünktlich los. Das Mofa natürlich aufm Hänger huckepack. Benzin hatten wir keins dabei. Für die paar Bergauffahrten wird es schon reichen!

So um 11 Uhr waren wir nach einer völlig reibungslosen Fahrt direkt am Trialgelände des MSC Großhabersdorf angekommen. Wir hatten uns nicht mal verfahren! Leider war noch fast niemand da, aber es gab schon ein kleines Frühstück und für eine gute Verpflegung war bereits gesorgt. Da wir viel zu früh da waren haben wir uns gleich noch die Zeit damit vertrieben, mal die Konkurrenz etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und die Strecke zu besichtigen. Da gar kein Schnee lag wirkte die Strecke nicht besonders anspruchsvoll. Ein paar Wurzeln, Hügel und fester Boden ließen unseren Spikereifen lächerlich erscheinen. Machte aber nix. Jetzt war er halt drauf und nen anderen Reifen hatten wir nicht mit dabei. Leider waren dann schon zu hören: „Der had ja Keddnglieder drauf, den müssd ma disquwwalifiziern“. So um kurz vor 12 Uhr hat Stefan dann seine Titten umgeschnallt (siehe Bilder). Der Start hat sich so ne halbe Stunde verzögert, doch auf einmal starteten die 7 Teams so allmählich ihre Motoren. Gleich als erster gingen wir an den Start und fuhren ohne Probleme ganz nach oben. Wir konnten sogar nen Gang draufschalten. Beim dritten Mal blieben wir in der Mitte an einer Wurzel stecken. Insgesamt kamen wir von 6 Läufen 5-mal ganz nach oben. Der Sieg schien uns sicher. Bei jedem neuen Versuch machte es mehr Spaß. Der Sprung ganz unten ging immer weiter und wir kamen immer schneller nach oben. Zum Schluss sogar so, dass wir von den Unebenheiten fast nichts mehr bemerkten. Etwas ausgefroren sind wir dann in das Clubheim und haben uns dort etwas gestärkt. Auch die Ergebnisse wurden dort gleich bekanntgegeben. Wir lagen klar in Führung. Um uns das Hochfahren etwas schwieriger zu machen hat der Veranstalter spontan beschlossen, die Strecke neu anzulegen und dann nochmals 6 Läufe zu fahren. Es konnte ja nicht sein, dass wir so einfach da immer hochfahren. Kaum hatten wir dies erfahren drängten alle ins Freie. Jeder wollte die Strecke sehen. Tatsächlich. Die Leute vom MSC Großhabersdorf hatten im Nu eine neue Strecke auf Ihrem Trialgelände ausgesteckt. Die neue Strecke sah wesentlich anspruchvoller aus. Sie war zwar insgesamt flacher, hatte aber steilere Hügel und eine Schikane kurz vor dem Ziel. So um 14:30 Uhr starteten wir dann wieder. Bei den nächsten 6 Läufen gelang es uns 6 mal nach ganz oben zu fahren. Es war sogar noch einfacher geworden. So lief dann der Rest ganz schnell ab. Wir fuhren hoch, dann auf der anderen Seite wieder runter und sofort wieder hoch usw. Andere Teams nahmen während dessen noch Modifikationen an Ihrem Rennmofa vor. Mit dem Reglement nahm es niemand so genau. Es mussten halt Tretkurbeln dran sein. Vielleicht war das ein oder andere Team mit 70cc oder sogar 80cc (Sachs) unterwegs. Egal. Wir waren mit unseren 50ccm wassergekühlten 6,25PS überlegen und konnten den Sieg nach Hause schippern. Bei der Siegerehrung um ca. 16 Uhr haben wir dann noch ne Kiste Bier und ein kleines Präsent abgestaubt. Die Kiste war bald leer und nach ein paar geselligen Stunden sind wir dann um ca. 18Uhr nach hause gefahren. Leider hat Stefan sein Handy verloren (lag auf dem Autodach). Doch bei der Heimfahrt hat der ehrliche Finder angerufen. Danke nochmals an die Frau aus Großhabersdorf. Es war zwar nur eine Gaudiveranstaltung aber wir waren trotzdem gut vorbereitet. Das Renngerät haben wir nur geringfügig verändert. Der Motor war noch der vom 24-Stunden Rennen und der läuft und läuft und läuft. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei. Vielleicht sogar mit einem original Mofa. Das ist bei einem solchen Event sowieso lustiger. Ein dickes Lob an den Veranstalter. Die MSC-ler haben sich große Mühe gegeben und so eine Veranstaltung wird bestimmt noch wachsen. Auf jeden Fall sollte das 2. Mofahillclimbing 2007 steigen. Ich freu mich schon. Danke an all die Leute die uns unterstützt haben. Vor Allem an Katharina, Roland, Hans und Michl. Ohne Euch wäre es ganzschön einsam geworden. Es war ne riesige Gaudi mit Euch.

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