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Rennbericht 8h Mofarennen in Eicklingen am 08.10.2011
17.08.2017 16:30

Eine Woche zuvor hatte ich unser Mofa mit einer Wasserpumpe und neuen Reifen ausgestatten. Ich war richtig zufrieden mit dem Fahrzeug und guter Dinge, als wir am Freitag um 17 Uhr in Seitenthal mit Anderle´s neuen Anhänger losfuhren. Schniffi, Daniel, Steve und ich hatten unsere Sachen gut darin verstaut. Um ca. 23 Uhr kamen wir bei Eiseskälte und Regen auf dem Acker in Eicklingen (Niedersachsen) an. Natürlich mussten wir erst einmal bei Dunkelheit unseren Pavillon samt Seitenwänden aufbauen und die Box herrichten, weil das Rennen ja schon am nächsten Morgen begann. Mit Seilen sicherten wir unseren Unterschlupf gegen die stürmischen Böen. Danach war noch genug Zeit um die äußerst klebrige Strecke anzuschauen und bei den Pappnasen abzusteigen. Wir wurden mit der Frage begrüßt, ob wir den Pokal auch dabei hätten. Wie üblich wurden wir dann von Ulli mit reichlich Whisky-Cola versorgt. Aber wir schafften es alle noch rechtzeitig ins Bett. Alle? Einer kam etwas später und etwas dreckig in unsere kuschelig warmes Domizil. Ich räumte das Feldbett und legte mich solidarisch ins freie auf den Teppich in unserer Box. Dank der polnischen Daunen in meinem Schlafsack schlief ich tief und fest, obwohl es nur 3°C hatte. Nachdem ich mich im Freien umgezogen hatte fühlte ich mich wie kalt geduscht und hellwach. Ich drehte gleich eine Proberunde mit unserem Mofa und wir änderten aufgrund der extrem schlammigen Bedingungen die Übersetzung von 14-54 auf 13-54. So ging ich um 8 Uhr dann auf dem letzten Startplatz ins Rennen – schließlich hatten wir am Vortag nicht am Qualifying teilgenommen. Es war schwer für mich sofort das Tempo des Feldes mitzugehen geschweige denn es mit den Spitzenteams aufzunehmen. Nach einigen kleinen Stürzen und einem Totalabflug über einen Anlieger, wobei es mit nach vorne überschlug hatte ich mich jedoch gut mit dem rutschigem Untergrund angefreundet. Die neuen Reifen (Bridgestone 402) sind jedoch für Schlamm nicht ganz so gut geeignet. Ich ließ mich nicht aus dem Konzept bringen und fuhr beständig weiter meine Runden. Nach einer Stunde verlor der Motor plötzlich seine Leistung und ging dann einfach aus. Ich musste in die Box schieben. Dabei waren die Räder so mit Schlamm verschmiert, dass sie sich nicht mehr drehten. In der Box mussten wir dann feststellen, dass wir das Kühlwasser verloren hatten. Die Ursache war uns jedoch völlig unklar. Wir prüften ob das Wasser vielleicht im Getriebe gelandet ist – Fehlanzeige. Die Stimmung ging zu diesem Zeitpunkt tief in den Keller. Wir wussten nicht, ob wir aufgeben oder weitermachen sollten. Nach kurzer Zeit beschlossen wir den Schaden zu reparieren. Leider hatte ich keinen Reservekolben dabei und Anderle war dann ziemlich sauer auf mich. Ui Ui Ui. Naja. Dann habe ich mich durch die Boxengasse gefragt, bis ich einen Athena- Kolben käuflich erwerben konnte. Nach einer guten Stunde Standzeit waren wir dann wieder im Rennen. Wir waren auf den 18. Platz zurückgefallen waren jetzt jedoch wieder konkurrenzfähig. In den verbleibenden 6 Stunden hatten wir alle richtig Spaß auf der Strecke. Es gab eigentlich kein Team, mit dem wir es nicht aufnehmen konnten und die Rundenzeiten wurden immer kürzer, weil jetzt endlich die Sonne rausgekommen war. Ein Highlight war noch, als ich eine Cheerleader-Frau von den Skoschenbrüdern dazu überreden konnte Daniel anzufeuern. Das hat ihm ein breites Grinsen unter den Helm gezaubert. Letztendlich belegten wir einen guten 9. Platz mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin. Bei der Siegerehrung waren einige sehr erleichtert, dass wir dann den Pokal endlich wieder dagelassen haben. Besonders der „Schotte“ hat laut gejubelt. Wegen der schlechten Wetterlage traten wir noch am selben Abend die Heimreise an. Mit viel Dreck hinter den Ohren kamen wir um 3 Uhr früh in Seitenthal an, wo ein langer erholsamer Sonntag auf uns wartete.

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