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Rennbericht 6h Mofacross in Feuchtwangen am 12.5.2007
17.08.2017 15:51

Diesmal war das Mofa mit einer satten Leistung von 5PS ausgestattet um das Rennen in Feuchtwangen aufzunehmen. Gut gerüstet und mit einem absolut serienmäßigen Zündapp CS 25 mit 14mm Vergaser und 20mm Krümmer fuhren wir um Punkt 6 Uhr in der Früh ins Frankenland. Für unser Team waren Johannes Kastner und Wolfgang Baierl mit am Start. Auch zwei Teams aus Seitenthal waren mitgefahren. Das Bergmafia Team und das Seitenthaler-Racing-Team waren auch dabei, allerdings in der Klasse 2 (Umbauklasse). Um ca. 8 Uhr kamen wir dann pünktlich zur Fahrzeugabnahme am Truckstop-Ring im Gewerbegebiet Hilpertsweiler bei Feuchtwangen an. Wir haben sofort erkannt, dass diesmal leider wieder nur wenige Team in der Serienklasse starteten. Bei insgesamt ca. 30 Startern waren nur 6 Teams für die Klasse 1 gemeldet. Bei einer Streckenbegehung habe ich dann Hans richtig mit Wasser abgeduscht und jeder von uns freute sich schon darauf endlich loszulegen, denn die Strecke erschien sehr interessant zu werden. Es waren diverse Sprunghügel und Steilkurven vorhanden. Ein paar  Trainingsrunden auf der Strecke waren leider nicht erlaubt. Pünktlich um 10:00 Uhr erfolgte das Startzeichen. Alle Fahrer mussten ca. 20m zum Mofa spurten, die Zündkerze einbauen und dann ging es los. Wir waren nicht die ersten die losfuhren, aber auch nicht die letzten. Zuerst saß ich auf dem Mofa. Nach einer Stunde streifte mich ein Mofa am Bein, wobei mir die Hose aufriss. Eine Stunde später stieg nach einem kurzen Tankstopp Wolfgang aufs Mofa. Nachdem ich ein paar Bratwürste verspeist hatte bemerkte ich die ca. 10cm lange Platzwunde an meinem Knie. Hilfsbereite Sanitäter fuhren mich dann ins Krankenhaus in Dinkelsbühl, wo ich wieder zusammengenäht wurde. Deshalb fehlen mir leider die zwei Stunden, in denen Wolfgang ohne nennenswerten defekt oder Stopp seine Runden drehte. Als ich wieder zurückkam saß bereits Hans auf dem Mofa, der dann ebenfalls ohne Defekt und ohne Zwischenfall die letzten zwei Stunden tapfer absolvierte. Kurzum: Wir sind insgesamt nur ca. 2 Minuten für Fahrerwechsel und zum Tanken gestanden. Die restlichen 358 Minuten drehten sich die Räder unseres schönen Mofas. Das muss die Teams, die ihr Mofa total umgebaut haben und Nächtelang in der Werkstatt waren, ganz schön verblüfft haben, dass wir mit unserem Serienmofa ohne Probleme durchfuhren und Runde für Runde abklapperten. Außerdem konnten wir trotz stark leistungsreduzierendem 14mm Vergaser und 20mm Krümmer mit fast allen frisierten Superumbauten mithalten. Letztendlich erreichten wir mit 210 Runden und ca. 50 Runden Vorsprung zu unserer direkten Konkurrenz (Klasse 1) einen souveränen Sieg. Das Bergmafia Team, welches die Klasse 2 dominierte schaffte 2 Runden mehr als wir und gewann damit das Rennen (Klasse 2). Nun haben wir in der Meisterschaftswertung unseren Rückstand auf das Mudoxx-Team auf 2 Punkte verkürzen können. Da kann ich nur sagen: Heut ist nicht aller Tage Abend. Wir haben noch sehr gute Chancen die Meisterschaftswertung für uns zu entscheiden. Der Rahmen unseres Mofas hat das Rennen weniger gut überstanden. Fahrgestell und Schwinge sind total verbogen und das Lenkkopflager ist auch kaputt. Ich werde versuchen den Rahmen wieder auszubiegen damit wir in Großhabersdorf wieder mit dem gleichen Rahmen starten können. Dazu ist noch zu sagen, dass unser Mofarahmen nicht eine einzige Verstärkung erhalten hat. Das soll auch so bleiben. Schließlich wollen wir das Kampfgewicht von 60kg nicht erhöhen. Ein dickes Lob an den Veranstalter, der das Rennen hervorragend organisiert hatte. Die Strecke war echt super. Ein Kritikpunkt bleibt aber bestehen: Für eine Startgebühr von 40 Euro und 30 startenden Teams sollte es kein Problem darstellen ein Transpondersystem zu mieten. So kann Unmut unter den Teams vermieden werden. Übrigens: Nach dem Rennen war der Neid eines manchen Teams auf uns sehr groß, da wir die zweitmeisten Runden absolviert haben obwohl wir in der Serienklasse starteten. So gab es vereinzelte Buhrufe und Diskussionen mit dem Veranstalter. Wir wären mit einer nachträglichen Überprüfung unseres Mofas einverstanden gewesen. Das wurde jedoch nicht gefordert. Super Veranstaltung! Macht weiter so.

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