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Rennbericht 5h Mofarennen in Küps am 1.7.2006
17.08.2017 15:45

Akribisch auf das Rennen vorbereitet (blanke Ironie; an unserem Mofa klebt noch der Dreck von 2005) fuhr ich am Samstagmorgen um 6:50Uhr lost in Richtung Kronach/Küps. Auf dem Weg dorthin begleiteten mich Daniel Ackermann und Sebastian Haimerl, welche ich in Zettlitz abholte. Danke G, dass du mir die beiden Starmechaniker ausgeliehen hast. Die Anfahrt dauerte länger als gedacht und letztendlich kamen wir um 8:30Uhr in Küps an. Die Rennstrecke befand sich auf einem etwa 4000m ² großen Industriegrundstück und war in etwa 500m lang. Der Streckenverlauf war sehr holprig und kurvig und ist mit Speinshart nicht im Entferntesten zu vergleichen. Die Streckenbreite betrug max. 4m und es waren zahlreiche gemeine Löcher drin. Bei unserer Ankunft wurden wir sofort vom Veranstalter begrüßt. Dann bauten wir unsere Box auf. Die Fahrzeugabnahme verlief gut und mit 105dBA waren wir an der Grenze des Erlaubten. Als der TÜV-Prüfer eine Probefahrt machen wollte ging das Benzin aus. Wir haben dann nachgefüllt und dann konnte der gute Mann losfahren. Insgesamt hat es das Mofa auf 20m ca. 5-mal abgewürgt. Bei der anschließenden Fahrerbesprechung wurde schnell klar dass mit die Sache mit der Zeitnahme noch einige Probleme machte und es zu einer Verzögerung des Ablaufs kommen würde. Egal. So wurde dann auch keine Qualifikation für die Startaufstellung abgehalten sondern ein Le-Mans-Start durchgeführt. Dabei mussten die Motoren vom Fahrer gestartet werden. Leider sprang unser Mofa etwas schlecht an. Dank Sebastian, der mich brutal angeschoben hat ging es dann trotzdem los. Zuerst waren wir im Mittelfeld platziert aber schon bald konnte ich viele Plätze gutmachen. Eigentlich wusste ich das ganze Rennen lang nicht auf welchem Platz wir waren aber das braucht man ja eigentlich gar nicht wissen. Man muss nur fahren, fahren und fahren. Das tat ich auch. 5 Stunden lang alleine auf dem Mofa bei extremem Staub und 28°C. Das schlaucht. Ich habe wahrscheinlich mehr Wasser getrunken als das Mofa Benzin gebraucht hat. Die Zeitmessung funktionierte nicht und es wurde erst nach einer halben Stunde mit dem zählen der Runden begonnen. Danke an die Rundenzähler.Auf der Strecke ging es ganz schön zur Sache. Da wurde richtig gefightet. Die Leistungsdichte war sehr hoch und es waren viele Mofas dabei die genauso gut gingen wie das unsere, wenn nicht noch besser. Auf jeden Fall war es saugeil zu fahren und zu kämpfen. Die anderen Teams waren alle stets fair. Etwas gesunde Härte gehört zum Rennen und das macht die ganze Sache doch erst interessant. Man sollte es nur nicht übers Knie brechen oder so ein starkes Konkurrenzdenken entwickeln, so dass der Spaß in den Hintergrund rückt. Immerhin ist es nur ein Mofarennen und nicht ein Motocross- WM- Lauf. Ausfällte hatten wir nur wenige zu beklagen. Drei platte Reifen und ein verlorenes Pedal. Dank meiner tollen Starmechaniker vom Team „Kurvenkratzer“ aus Zettlitz waren diese Probleme in wenigen Sekunden behoben und ich konnte weiterfahren. Ich wollte noch sagen: „Lasst Euch ruhig Zeit ich brauch selbst ne kleine Pause!“ Sebastian und Daniel waren aber richtig schnell wenn’s ums Tanken und Schrauben geht. Als ich dann eine dreiviertel Stunde vor Schluss von meinen nachgereisten Eltern erfuhr, dass ich mit 8 Runden Vorsprung auf dem 1. Platz lag drosselte ich das Tempo. Für mich hieß es dann nur noch den Vorsprung sturzfrei nach Hause zu fahren und das Mofa zu schonen. Bei der Siegerehrung haben wir unser Mofa noch einmal abgeladen und es bildete sich eine richtige Menschentraube um unsere Zündapp. Ich dachte schon die nehmen das Teil gleich auseinander. Ich möchte mich nochmals ausdrücklich bei Sebastian, Daniel und meinen Eltern bedanken, ohne die ein Sieg niemals möglich gewesen wäre. Außerdem möchte ich mich für die Fairness und den guten Sportsgeist der andern Teams bedanken. Macht weiter so. Den Hut ziehe ich vor dem MSC Küps Team 1. Als jüngstes Team fuhren Sie wie die großen und landeten auf dem hervorragenden 8. Platz. Außer mir war noch ein anderer Fahrer (Startnummer 21; Crosspopper) alleine unterwegs. Leider musste er aufgeben. Trotzdem war das eine tolle Leistung und ich weiß wovon ich da rede. Es war eine super Veranstaltung. Klein aber fein. Mit gesundem Konkurrenzdenken aber fair.

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