17
Au
Rennbericht 5h Mofarennen in Großhabersdorf am 28.08.2010 – „Gastspieler“
17.08.2017 16:09

Schlag auf Schlag kommt ein Mofarennen nach dem anderen. Nach der etwas längeren Knochen-Schon-Pause vor Speinshart ist jetzt fast jedes Wochenende eine Veranstaltung. Wir haben unsere Mühe und Not die Mofas am Laufen zu halten, so dass wir jedes Mal gut Vorbereitet an den Start gehen können. Unseren Freunden aus Seitenthal geht es da nicht anders. Eine Hand wäscht die andere. Deshalb habe ich dem Anderle unser Mofa und mich als Fahrer zur Verfügung gestellt um bei der fränkischen Mofa-WM noch ein paar wertvolle Punkte für die Bergmafia einzufahren. Die Woche zuvor haben wir einen neuen Motor in mein A-Mofa eingebaut und jetzt ist auch der richtige Kolben drin mit dem das Aggregat auch ohne ständig zu klemmen läuft. Die Leistungsentfaltung des kleinen Zweitakters war sehr zufriedenstellend. Um 9:15 Uhr traf ich als Nachzügler in Großhabersdorf im Gewerbegebiet „Galgenbruck“ ein. Die anderen waren bereits damit beschäftigt unsere Box herzurichten und die Anmeldung zu machen. Andi, Daniel und Schniffi waren auch mit von der Partie. Ich besorgte mir erstmal zwei Stück Käsekuchen und eine Tasse Kaffee. Die anderen tranken Cola – das aber irgendwie komisch schmeckte. Dann half ich auch mit. Andi fuhr die ersten Testrunden und stellte fest dass die Übersetzung viel zu lang war. Dann haben wir noch 4 Mal umgeritzelt und einmal das Kettenrad getauscht bis es endlich perfekt gepasst hat. Letztendlich war die Übersetzung bei 12-57 ideal. Kurz vor Rennbeginn mussten wir noch einen undichten Kühlwasserschlauch abdichten, indem wir eine neue Schlauchschelle angebaut haben. Die Strecke war sehr eng und der sehr sandige Boden war sehr weich, weil es zuvor geregnet hatte. Im Bereich der Zielgeraden und kurz zuvor fuhren sich im Laufe des Rennens sehr tiefe und schlangenartige Rillen heraus, die nur mit guter Balance und mit Füßen auf den Rasten einigermaßen passabel zu durchfahren waren. Ich sagte: „Großhabersdorf ist jedes Jahr wie das Lommel (NL) der fränkischen Mofa-WM“. Zuerst fuhr Andi, dann ich, dann wieder Andi und zum Schluss nochmals ich. Gestartet wurde ohne Qualifying mit einem Le Mans Start. Andi holte sich den Hole-Shot und fuhr lange zeit mit den Jungs von Red-Dragon um die Wette. Dank seiner konzentrierten und sicheren Fahrweise konnte er dem Rennen bald seinen Stempel aufdrücken und die anderen Teams fielen immer weiter zurück. Die harte Konkurrenz hatte unserer stets gleichbleibend hohen Geschwindigkeit bald nichts mehr entgegenzusetzen. Bei den Dragons hatte zwar das Mofa noch richtig Dampf aber die Fahrer mussten der anspruchsvollen und anstrengenden Strecke bald Tribut zollen. Unser Mofa lief sehr gut und wir mussten keinen außerplanmäßigen Stopp machen. Letztendlich belegten wir souverän den ersten Platz. Die untenliegende Auspuffanlage war ein deutlicher Nachteil, weil sie ständig in den tiefen Rillen bremste und bei Rechtskurven oft das Mofa aus dem Anlieger hebelte. Blöd war, dass einer dieser Anlieger zu meinem Nachteil weggebrochen ist und ich dadurch etwas unsanft abgestiegen bin. Die Folge war ein gebrochenes Seitenteil, ein defekter Endschalldämpfer und eine kleine Delle im schönen Alu-Tank. Diese Beschädigungen bemerkte ich allerdings erst zuhause. Auf dem Rückweg fing es an zu regnen. Ich begutachtete noch ein Motorrad bei Paul in Erlangen während die anderen in Schnaittach saßen. Auf dem Weg dorthin sah ich zum ersten Mal in meinem Leben einen De Lorean live auf der Autobahn fahren. Am Abend gingen wir dann gemeinsam nach Eichelberg, wo wir noch viel über das Rennen sprachen und schon für die nächsten Events in Fischbach und Herzogenaurach planten.

Kommentare


Datenschutzerklärung