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Rennbericht 5h Mofarennen in Cadolzburg am 9.9.2006
17.08.2017 15:47

Pünktlich um 7:30 Uhr fuhren mein Vater, Bene und ich nach Cadolzburg los. Wir hatten wirklich alles mit dabei was man so für ein Mofarennen braucht. Sogar eine Vorderradgabel haben wir mitgenommen. Wasser, Benzin, Teppich, Pavillon, Getränke, Ersatzteile, Feuerlöscher und Klamotten füllten unser Auto und den Anhänger bis zur Oberkante. Leider sollte sich später herausstellen, dass wir die Ersatzteile gar nicht benötigen würden. Nach 1, 5 Stunden Fahrzeit waren wir dann endlich auf dem Mofagelände angekommen. Das Finden unserer Box und das Einparken waren etwas schwierig. Dann haben wir den Pavillon aufgebaut und unser Mofa zur technischen Abnahme gebracht. An unserem Mofa gab es nicht zu beanstanden. Leider passte die Startnummer nicht und wir mussten mit Klebeband und Verbandszeug eine „3“ vorne draufbasteln. Den Transponder haben wir wie immer am Lenker befestigt. Er hat einwandfrei funktioniert, da wir die Runden selbst mitgezählt haben und die Anzahl genau übereinstimmte. Schon bei den ersten Runden auf der Strecke zeigte sich, dass es sehr schwierig werden würde andere Teams auf diesem schmalen Rundkurs zu überholen. Nur die Gerade bot eine Überholmöglichkeit. Der Kurs war sehr anspruchsvoll zu fahren und in etwa 500m lang. Es waren Rundenzeiten knapp unter einer Minute möglich. Es folgte eine Kurve nach der anderen. Sprünge oder Hügel waren nicht eingebaut. Trotzdem benötigte man für schnelle Runden alle drei Gänge. Der Start erfolgte folgendermaßen. Zuerst musste ein Mechaniker (mein Vater) eine Halbe Bier trinke, die Flasche ablegen und dann ging es los. Die Motoren durften dabei nicht laufen sondern mussten vom Fahrer gestartet werden. Dabei hatten schon die ersten Teams ihre Probleme. Es dauerte ein paar Runden bis ich mich an die Spitze des Feldes vorkämpfen konnte. Dann führte ich das Rennen an. Dicht hinter uns war das Mofa vom Red-Dragon Team und immer wieder wurde ich von diesem überholt. Da musste ich schon ganz schön kämpfen um die Führung zu behaupten. Das Hercules G3 der Red-Dragon ging wie die Hölle und eigentlich konnten wir nur fahrerisch dagegenhalten. Und das auch nicht immer. Erst wollten wir mit einer 3-Stopp-Strategie fahren. Wir haben uns aber dann umentschieden und doch nur die zwei notwendigen Stopps eingelegt. Wir mussten zweimal Tanken, sonst hätte der Benzin nicht gereicht. So fuhr zuerst ich 1,5 Stunden, dann Bene 1 ¾ Stunden und schließlich ich noch einmal 1 ¾ Stunden. Wir wussten wie knapp dieses Rennen ausgehen würde und sind bis zum Schluss nahe an der Grenze gefahren. Leider hat unsere Konkurrenz nur einmal Tanken müssen und so mussten wir letztendlich die Führung an die Red-Dragon abgeben. Wie in der Formel 1 war die Boxenstrategie entscheidend. Es war so ein spannendes Rennen bis zum Schluss und es wurde auch bis zur Zielflagge gekämpft. Jeder wusste dass es knapp würde. Leider konnten wir nur den zweiten Platz belegen. Unser Mofa lief wie ein Uhrwerk und wir hatten keine einzige Reparatur zu erledigen. Im Laufe der Jahre hat sich unser Mofa doch zu einem zuverlässigen, kampferprobtem Renngerät entwickelt. Wir möchten den verdienten und fair gefahrenen Siegern zu Ihrem Erfolg gratulieren. In Herzogenaurach haben wir ja noch einmal die Möglichkeit unser bestes zu geben. Vielleicht wird dann das Wetter etwas Schlammschlucker-freundlicher.  Zu Mindestens konnten wir die beste Rundenzeit einfahren. Nach dem Rennen wurde am Clubheim des MC-Cadolzburg noch gefeiert und auch wir kamen noch mit anderen Teams ins Benzingespräch.

 

Kritik:

Die Strecke war etwas zu schmal. Es müssen mehr Überholmöglichkeiten geschaffen werden. Dann wird die Absperrung auch weniger oft zerstört und die Streckenposten müssen weniger oft ihrer gefährlichen Arbeit nachgehen. Daraus folgt auch dass es dann weniger gelbe Flaggen gibt und dass Rennen insgesamt flüssiger wird. Außerdem sollten die Fahrer Ihre Helmgurte schließen und vom Veranstalter ein paar Klebenummern angeschafft werden. Der Tankplatz ist müßig.

 

Anregungen:

Ich möchte anregen, dass vom Veranstalter bei einem so spannenden Rennen immer wieder Durchsagen bezüglich des momentanen Rennstandes gemacht werden. Wenn die führenden Teams bis zur letzten Minute in der gleiche Runde fahren, dann könnte das Publikum darüber informiert werden. Erst bei der Siegerehrung fielen den Leuten die Schuppen von den Augen, wie knapp dieses Rennen doch eigentlich war. Vielleicht kann ein Live-Kommentator engagiert werden.

 

Lob:

Der Veranstalter hat das Rennen gut organisiert und auch jeder Zeit voll im Griff. Die Sache mit der Zeitstrafe ist vorbildlich. Die Bewirtung war auch sehr gut und wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit dabei. Macht weiter so.

 

Sorry:

Es tut uns leid wenn wir im Eifer des Gefechts einmal mit einem anderen Team auf der Strecke körperlichen Kontakt hatten oder jemand zu Fall gebracht haben. Es war wirklich keine Absicht.

 

Wir möchten uns bei allen Teams bedanken, die so fair gefahren sind.

Danke auch für das Lob vom Streckenposten-Mann.

Bedanken möchte ich mich auch bei meinem Vater und bei Bene Bauer für die Unterstützung bei diesem Rennen.

 

So um 19:00 Uhr waren wir wieder in Feilersdorf angekommen. Es war ein toller Tag mit einem irren Rennen, welches an Spannung nicht zu übertreffen war. So muss ein Mofarennen sein!

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