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Rennbericht 5-Stunden Mofa-Ausdauerfahren in Herzogenaurach 2005
17.08.2017 15:40

Vorbereitung:

Das Mofa war eigentlich noch genauso wie es vom Berg kam. Lediglich die Seilzüge wurden wieder gängig gemacht, eine anderer (gebrauchter) Kettensatz kam drauf und ein anderer gebrauchter Zylinder, da der alte verschlissen war. Die Leistung war immer noch überzeugend und so hatten wir ein gutes Gefühl. Das Mofa wurde verladen und jede Menge Teile noch mit. Alles was man halt so braucht: Benzin, Räder, Bremshebel….

Renntag:

Ich  wollte mich ganz alleine der Herausforderung stellen und die 5 Stunden alleine durchfahren. So fuhr ich mit meiner Freundin um 6:00Uhr in Feilersdorf los. Der Start war um 11:00 Uhr angesetzt. Wir kamen rechtzeitig an der Strecke an, welche direkt neben dem Factory-Outlet von Adidas war. Die Vergabe der Boxenplätze (welche mehrreihig angeordnet waren) erfolgte nach dem Motto: „Wer zu erst kommt, der mahlt zuerst.“. Wir haben einfach den Hänger in unseren Platz gestellt und fertig. Dann haben wir das Mofa abgeladen und uns angemeldet. Die haben ganz schön geguckt als nur ein Fahrer auf dem Anmeldebogen stand. „Schaffsd des alleen?“ hat die Frau da gesagt. Auch die anderen Teams haben geschaut als wir das Mofa abgeladen haben und bald hatte sich ne Traube um unsere Maschine gebildet. „Geht die so gut wie sie aussieht?“ hat einer gefragt. Die Abnahme des Mofas war unproblematisch. Der Mann hat sich unser Gerät kurz angeschaut und die Bremsen überprüft. Dann hat er mich aufgefordert das Ding mal zu starten und als ihn beim 1. Mal Reintreten unsere Zündapp lautstark anfauchte hat er sofort abgewinkt. Abnahme: Bestanden. Als die Strecke dann fürs Qualifying freigegeben wurde bin ich gleich mal rumgefahren und musste feststellen, dass unser Mofa für die extrem kurvige Strecke viel zu lang übersetzt war. Also 11er Ritzel drauf und noch zweimal rum. Dann hat´s gepasst. Mit unseren den drei gefahrenen Runden standen wir in der 1. Startreihe auf Platz 2. Die anderen Teams sind da locker mal so 20 Runden für gefahren. Dann kam die Aufwärmrunde. Alle Teams mussten hinter einem Quad herfahren und nach der 1. Runde folgte dann ein fliegender Start. Am Anfang konnte ich dem führenden Team (Zweirad Meier) gut folgen. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich 5 Stunden fahren muss. So ließ ich mich mitziehen und attackierte nicht. Im Großen und Ganzen war es ein wahnsinnig schnelles Rennen mit heißen Fights. Es machte tierischen Spaß um die engen Kurven zu heizen. Wir machten insgesamt 3 Stopps, wobei der 3. Unfreiwillig wegen akutem Plattfuss eingelegt werden musste. Bei den anderen beiden Stopps haben wir getankt und ich hab eine Kleinigkeit gegessen und was getrunken. Leider war aus diesem Grund kein Sieg für uns drin. Aber: Wir sind mit Abstand die beste Rundenzeit gefahren und unser Mofa ging echt wie die Sau. Nach der Zielflagge stieg ich mit schmerzendem Arsch vom Mofa ab. Kurz darauf kam das Siegerteam zu uns und hat uns mit folgenden Worten gratuliert: „Herzlichen Glückwunsch. Du bist der eigentliche Sieger, da du alleine durchgefahren bist.“ Da sag ich nur: Respekt! Die waren echt alle total fair. Letztendlich haben wir nen super 4. Platz belegt. Gefeiert wurden wir jedoch wie die Sieger. Das gesellige Beisammensein hielt sich nur kurz. Bald brachen viele Teams auf und auch wir streiften die Segel. Es war ein tolles Rennen und es hat viel Spaß gemacht. Die Veranstalter hatten steht alles unter Kontrolle und sie haben ein gutes Rennen organisiert. Die Strecke war topp! Könnte aber nen Meter breiter sein. Vielen Dank an Katharina, die den ganzen Tag geopfert war und als Chefmechaniker in der Boxengasse ausharrte. Danke auch an Erwin, der mir das platte Rad mit gewechselt hat und mich so gut angefeuert hat. Danke auch für die netten Worte der anderen Teams. Es war schön wieder neue Bekanntschaften zu machen. Der Arsch tat noch 3 Tage weh.

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