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Rennbericht 4h Mofarennen Großlangheim 03.07.2010
17.08.2017 16:05

34°C im Schatten ist normalerweise kein passendes Wetter für ein Mofarennen bei dem Mensch und Maschine sehr stark belastet werden. Aber wir fuhren gut gestärkt um 7:30 Uhr von Seitenthal los. Danke noch mal an Chrissy für das gute Essen und die leckeren Cocktails. Diesmal waren Schniffi, Andi, Anderle, Daniel und dessen Vater Manfred mit von der Partie. Um 10 Uhr kamen wir in Großlangheim (nähe Kitzingen) an und mussten unmittelbar feststellen, dass unser Hinterrad einen Plattfuß hatte. Also haben wir bei Henne-Parts noch schnell einen Schlauch gekauft und die Sache repariert. Leider ohne nötige Sorgfalt, denn bei der Reifenmontage haben wir den neuen Schlauch auch zerstört. Glücklicherweise hatten wir ein Reserverad dabei. Die ersten Proberunden waren zufriedenstellend und wir bemerkten, dass der sandige Boden teilweise sehr schwierig zu fahren war. Man sank tief ein und musste fast das Gasseil abreißen um voran zu kommen. Die Strecke war mit ca. 1,5 km endlos lang. Es war eine breiter Rundkurs mit großzügigen Kurven und langen Geraden. Es gab auch eine Steilkurve, eine Abkürzung mit Wasserloch, eine Wellensektion und einen Sprunghügel. Ich möchte sagen, dass es vermutlich die beste Strecke der fränkischen Mofameisterschaft bis dato war. Die Bergmafia hatte vor und unter dem Rennen ständig mit der Einstellung ihrer Schaltung zu kämpfen. Der Start erfolgte bereits um 11 Uhr und das Rennen wurde von 5 auf 4 Stunden verkürzt, damit jeder im Anschluss das WM-Viertelfinale mit der deutschen Nationalmannschaft ansehen konnte. Beim Start kamen wir sehr gut weg und ich konnte das Feld mehrere Runden lang anführen. Ich nahm ständig die Abkürzung durch das Wasserloch. Das war jedoch ein schwerwiegender Fehler. Es kam Wasser unter den Griffgummi an meiner rechten Hand. Der Gummi rutschte auf dem Gasgriff und ich konnte kaum noch Gas geben. Ein erster Boxenstopp war fällig um den Griffgummi auszutauschen. Weiterhin wurde unser Luftfilter durch den ständigen Wechsel von Feuchtigkeit und Staub förmlich paniert. Unser Mofa lief immer schlechter und ich musste wieder in die Boxengasse abbiegen um eine kleinere Hauptdüse einzubauen. Die Bergmafia hatte das gleiche Problem. Sie mussten eine Stopp machen um den Luftfilter abzuklopfen. Wir alle entschlossen uns darauf hin, das Wasserloch nicht mehr zu durchfahren. Auf dem „Chicken-Way“ verloren wir jedoch ca. 5 Sekunden pro Runde. Die zweite Stunde fuhr Daniel ohne weitere Ausfälle konstant und schnell. Während er auf dem Mofa schwitzte, saß ich gemütlich im Pool um mich zu erfrischen. Das war herrlich am heißesten Tag des Jahres. Nach einer weiteren Stunde war ich wieder an der Reihe. Nach ein paar Runden brach die Pedalwelle unseres Mofas beim Sprunghügel und ich musste ohne das rechte Pedal weiterfahren. Ich möchte denjenigen, der unser Pedal eventuell gefunden hat, bitten, dieses beim nächsten Rennen mitzubringen. Danke! Ohne Pedal war es sehr schwierig zu fahren und ich konnte das Tempo der Bergmafia und der Bibis nicht mehr mitgehen. Trotzdem erreichten wir, nachdem Daniel die letzte Stunde absolvierte, einen beachtlichen 2. Platz hinter unseren Freunden aus Seitenthal. Daniels Vater beobachtete das Geschehen kritisch und war sehr besorgt um seinen Zögling. Aber noch mehr Sorgen machte er sich um unser Renngerät, welches von Daniel sehr schnell durch die Kurven geprügelt wurde. Als er dann gemeinsam mit Andi von die schwarz weiß karierte Flagge passierte fiel er vor Erschöpfung förmlich vom Mofa. Auf dem Heimweg holten wir uns noch ein kleines Eis und um ca. 18 Uhr waren wir wieder zuhause. Das Fußballspiel haben wir noch gespannt am Radio verfolgt und unsere Stimmung stieg bei jedem Tor der Deutschen Mannschaft gegen die Argentinier. In 6 Wochen ist schon das Mofarennen in Speinshart aber ich freue mich nicht darauf…

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