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Rennbericht 3h Mofarennen in Wachendorf am 02.07.2011
17.08.2017 16:26

Wie schlecht kann man eigentlich auf ein Mofarennen vorbereitet sein? Ich bin um 8 Uhr aufgestanden und habe erstmal den Reifendruck unseres Mofas überprüft. Dann noch schnell ein paar Ersatzteile und ein bisschen Werkzeug in eine Kiste gepackt und ein paar Bissen gefrühstückt. Am Vortag waren wir noch ganz gemütlich bis spät in den Abend beim Motocross und eigentlich haben wir unser B-Mofa seit Langhennersdorf nicht mehr gefahren. Um 9:30 Uhr fuhren dann Andi , der unumstrittene „Godfather of Mofarennen“, Anderle und ich ins fränkische Wachendorf bei Fürth. Wir kamen um ca. 10:45 dort an und mussten zusehen überhaupt einen Stellplatz für unser spärliches Equipment zu finden. Diesmal mischten wir den Treibstoff das erste Mal 1:40 anstatt 1:33. Das lag aber nur daran, dass ich zuwenig Zeitaktöl eingepackt hatte. Die Fahrzeugabnahme verlief, wie gewohnt, unproblematisch und unser Mofa sprang sofort an. Nach dem wir uns etwas akklimatisiert hatten drehten Anderle und ich jeweils zwei kleine Proberunden. Anderles Laune hatte danach den absoluten Tiefpunkt erreicht. Er wollte nur noch nach Hause und war überzeugt, dass wir mit unserem Mofa nicht den Hauch einer Chance hätten. Er hatte zwar recht damit, dass das Renngerät nicht gerade ein Leistungswunder war und auch die Vibrationen am Lenker waren extrem nervig. Nichts desto trotz war ich guter Laune und eigentlich überzeugt davon, dass wir zu den Favoriten zählten. Bei der Fahrerbesprechung wurde uns dann verkündet, dass der Mensch von der Zeitnahme nicht gekommen ist und somit die Runden von Hand gezählt werden müssen. Anderle warf daraufhin den Vorschlag in die Runde, das Rennen von 5 auf 3 Stunden zu verkürzen. Die Mehrheit war der gleichen Meinung und befürwortete dies. So wurde es dann auch gemacht.  Um 12 Uhr wurde das Rennen dann zusammen mit den Rollern gestartet. Gleich vom Start weg konnte ich die Führung übernehmen. Leider blieb ich nach einer Runde stehen, weil wir vergessen hatten den Benzinhahn zu öffnen. Tja. Jetzt musste ich mich erstmal durchs ganze Feld hindurchkämpfen. Nach wenigen Runden konnte ich dann wieder die Führung übernehmen. Ich fuhr konstant und sehr defensiv meine Runden, beobachtete dabei die Konkurrenten und verwaltete unsere Führung. Nach 1,5 Stunden übergab ich das Mofa an Anderle mit dem Hinweis, er solle besonders defensiv fahren und auf die richtige Linienwahl achten. Dies hat er dann auch konsequent umgesetzt. Auch er absolvierte seine Aufgabe ohne Fehler und so konnten wir auch mit dem etwas leistungsschwächeren B-Mofa den 1. Platz belegen. Während des ganzen Rennens ereigneten sich noch einige Anekdoten und diese Geschichten sind eigentlich immer das schönste an einem Mofarennen. Am besten fand ich, als Andi sich bei Fachsimpeleien von einem kleinen Buben die Frage anhören musste, ob er überhaupt schon einmal Mofarennen gefahren ist. Nach dem Rennen mussten wir feststellen, dass sich die hintere Auspuffhalterung und der Kettenschleifer etwas verbogen hatten. Ebenfalls scheint irgendetwas mit den Stoßdämpfern nicht mehr ganz in Ordnung zu sein. Das Rennen hat uns gut gefallen. Die Rennstrecke war deutlich flüssiger zu fahren wie im Vorjahr hat jedoch auch etwas an Anspruch für Mensch und Maschine verloren. Besonders die Wellensektionen habe ich etwas vermisst. Ansonsten finde ich es schon erstaunlich wie der Stammtisch Unter-Protest es wieder geschafft hat alles auf dem kleinen Gelände unterzubringen. Macht weiter so. Obwohl das Rennen nur bis 15 Uhr dauerte ging ich erst um halb acht durch meine Haustüre. Jetzt müssen die Mofas für Bruck flott gemacht werden.

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