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Rennbericht 3h Mofarennen in Bramberg am 27.05.2012
17.08.2017 16:42

Momentan geht es wieder Schlag auf Schlag. Jedes Wochenende ist ein anderes Rennen und ich komme mit dem Schrauben, den Testfahrten und Vorbereitungen kaum hinterher. So war es auch am Pfingstwochenende. Diesmal hatte ich sogar 2 Mofas zur Auswahl. Wir hatten das B-Kreidler und das A-Zündapp getestet und beschlossen, beide Maschinen mit zum Rennen nach Bramberg zu nehmen. Die Entscheidung beruhte quasi auf einem kleinen Luxusproblem. Mit unserem A-Mofa bin ich zurzeit nicht ganz zufrieden. Die Spitzenleistung passt zwar, aber an Fahrbarkeit mangelt es gewaltig. Am Pfingstsonntag fuhren Anderle und ich um 8 Uhr los und kamen in Bramberg bei Ebern um ca. 10 Uhr an. Zuerst bauten wir unser schönen Pavillon mit den neuen Seitenteilen auf und legten unseren Teppich aus. Als wir es uns so richtig gemütlich gemacht hatten probierten wir die beiden mitgebrachten Mofas auf der Strecke aus. Nach kurzer Beratung beschlossen wir doch die Kreidler- Prämiere zu wagen. Die technische Abnahme der Van-Veen-Werksmaschine verlief unproblematisch. Die Startgebühr in Höhe von 15 Euro war auch erschwinglich. In der langen Mittagspause haben wir die Hauptdüse des BING 84/28 noch von 120 auf 125 gewechselt. Damit ging der Motor noch etwas besser. Die Übersetzung war mit 13-57 nahezu ideal. Die Mittagspause von 11-14 Uhr zog sich, wie jedes Mal dort, sehr lang hin. Es war genug Zeit um Bratwürste und Kuchen zu essen, wovon mehr als reichlich vorhanden war. Beim Le-Mans-Start war ich an der Reihe und ich hatte sogar mein extra dafür angefertigtes „Kreidler-Werksfahrer-Trikot“ angezogen. Mein Start war dann jedoch nicht besonders Werksfaher-like. Das Mofa sprang zunächst nicht an und dann ließ sich der 1. Gang nicht einlegen. Also fuhr ich als letzter los. Zwischenzeitlich war die ganze Grünwald-Familie mit Kind und Kegel sowie die Kümmels eingetroffen. Chris hielt meinen unglücklichen Start natürlich gleich mit der Handy-Kamera fest damit ich noch länger etwas davon habe. Nach ca. 5 Runden hatte ich mich jedoch schon wieder auf den 2. Platz vorgekämpft und die führenden Rundenrocker waren bereits in Sichtweite. Ich fuhr fehlerfrei und konzentriert weiter und schloss auch diese Lücke. Der anschließende Zweikampf mit Alex von den Rundenrockern dauerte mehrere Runden. Sein Mofa ging bergauf etwas besser als die Kreidler. Das hat richtig Spaß gemacht. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und arbeitete dran die Führung zu übernehmen, was mir dann auch gelang. Zwei Runden lang erhöhte ich das Tempo um etwas Vorsprung zu bekommen. Dann war die Motivation unserer Gegner gebrochen und es folgte eine Überrundung nach der anderen. Nach 1,5 Stunden übernahm Anderle das Mofa mit mehreren Runden Vorsprung. Er fuhr die zweite Hälfte des Rennens souverän herunter und baute den Vorsprung bis auf 7 Runden aus. Er hatte dabei immer mehr mit einer rutschenden Kupplung zu kämpfen. Nach 3 heißen Stunden bei strahlendem Sonneschein und ca. 100 Zuschauern landeten wir auf dem 1. Platz. Nach dem Rennen war noch genügend Zeit mit Elchi und den anderen Teams zu fachsimpeln. Der Andrang in unserer Box war groß und viele Leute gratulierten uns zu der guten Leistung von Mensch und Maschine. Als wir unseren Benzinverbrauch ermittelten waren wir alle sehr überrascht, weil die Diva nur 1,7 Liter pro Stunde verbraucht hatte. Bei der Siegerehrung gab es für jeden Fahrer einen kleinen Pokal und eine Flasche Sekt. Auf eine Sektdusche wurde im gegenseitigen Einvernehmen der Sieger weitestgehend verzichtet. Dafür tranken wir gemeinsam gleich eine kühle Flasche. Um 21 Uhr kam ich glücklich und zufrieden zuhause an. Einige Bilder hat Steve bei mafia-racing.de online gestellt. Nächstes Wochenende geht es in Durlangen weiter und eine Woche darauf ist bereits das Rennen in Herzogenaurach.

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