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Rennbericht 3h Mofarennen Burgwindheim 27.06.2010
17.08.2017 16:04

Anscheinend habe ich am letzten Samstag in Steinamwasser versehentlich eine Bestellung in Höhe von 45899 Euro aufgegeben. Hoffentlich muss ich diese Rechnung jetzt nicht bezahlen, sonst kann ich mit dem Mofarennsport endgültig aufhören. Achja.. Wer mir jetzt immer noch nicht glaubt, dass in Cornflakes Eisenspäne drin sind, der kann es hier nachlesen. http://okidoki.orf.at/?story=343 Aber nun zum Rennen. Um 7:30 trafen wir uns in Seitenthal. Diesmal waren nur Andi, Anderle und Daniel dabei. Letzteren haben wir nach einem Tankstopp in Kirchenthumbach von zu Hause abgeholt. Die beiden Fahrer der Bergmafia (Andi und Anderle) nahmen ihr Frühstück in Schnaittach zu sich. Daniel und ich verpassten diese Ausfahrt, und mit hungrigem Magen kamen wir dann kurz nach 10 Uhr in Burgwindheim an. Leider mussten wir noch 20km Umweg in Kauf nehmen, weil Anderles Navi anscheinend nur den Weg zum Burger King sicher findet. Beim nächsten Rennen sollte er den Ton einschalten damit wir nicht wieder an der Autobahnausfahrt vorbeifahren, gell? ;) Die Nennung vor Ort war unproblematisch und das Startgeld mit 15 Euro absolut in Ordnung. Eine Fahrzeugabnahme fand allerdings nicht statt. In der Helferbox war der Veranstalter deutlich pingeliger. Nach kurzer Diskussion mussten wir unsere Autos auf den Parkplatz fahren, und dass obwohl nur ein Dutzend Teams angereist war. Es wäre wirklich noch genügend Platz gewesen. Das Wetter war super und zum Schutz vor der Sonne bauten wir zuerst unseren Pavillon auf. Nach getaner Arbeit  fuhr ich eine erste langsame Proberunde um die Strecke zu besichtigen. Die Bergmafia wartete währenddessen meine Expertise geduldig bei einem kleinen Bier im Zelt der Bibis (Team Bibi Blocksberg) ab. Aufgrund meines Bauchgefühls haben wir dann unsere Rennmaschinen so schnell wie nur möglich übersetzt. Die Geraden waren im Vergleich zur fränkischen Mofa-Weltmeisterschaft sehr lang. Wie sich später herausstellen sollte,  hat Anderle sein Mofa einen kleinen Tick zu lang übersetzt. Aus den Kurven heraus fehlte ihnen etwas der Druck.  Daniel fuhr vormittags auch ein paar Runden um sich mit dem künstlichen Motocross- Kurs des MFS Burgwindheim vertraut zu machen. Die Strecke war insgesamt sehr flach und staubig trocken. Auf der Bahn befanden sich auch 3 Tables, die mit dem Mofa aber definitiv nicht zu schaffen waren. Auch ein kleiner Step-Down war für das Mofa tabu. In den Kurven gab es einige hohe Anlieger die wirklich Spaß gemacht haben. Für Mofarennen ist die Strecke hervorragend geeignet. Unseren Hunger stillten wir verspätet mit je einer Bratwurstsemmel und einem Steak vom Grill. Der Start wurde wegen des 8-tel-Final-Spiels der deutschen Nationalmannschaft eine halbe Stunde auf 12:30 Uhr vorverlegt. Gestartet wurde wie in Le Mans, wobei die Mofas am Startgatter nebeneinander aufgestellt waren. Daniel holte sich mit randvollem Tank den Holeshot, musste den ersten Platz aber bald an Andi von der Bergmafia abgeben. Als Verfolger fuhr er dann sehr konzentriert und sehr schnell. Nach 75 Minuten hatte er nur eine halbe Runde Rückstand auf unsere Freunde mit der Startnummer 41. Die Mafia setzte auf zwei Boxenstopps wohingegen ich mit nur einem Stopp auskommen wollte. Nur so sah ich eine Möglichkeit das Rennen für uns zu entscheiden. Es war zwar ein hohes Risiko, da ich nicht wusste ob der Treibstoff wirklich 1,5 Stunden hält, aber es lohnte sich alles auf eine Karte zu setzten. Unser Fahrerwechsel erfolgte dann exakt zu Halbzeit des Rennens. Der Boxenstopp verlief sehr gut. Bei der Bergmafia hingegen weniger. Sie mussten beim ersten Boxenstopp den Schaltgriff befestigen und nachstellen. Als ich auf dem Mofa saß fuhr ich die ersten Runden direkt hinter Anderle. Ich wurde jedoch stetig schneller und bald hatte ich zwei Runden Vorsprung herausgefahren. Nach einiger Zeit erblickte ich dann meine Eltern am Streckenrand, die am Nachmittag nachgekommen waren. Zum Schluss stieg dann noch mal Andi auf das Renngerät der Bergmafia. Er holte einige Meter auf, musste aber dann 5 Minuten vor Schluss wegen einem gerissenem Schaltseil aufgeben. Glück im Unglück war, dass sie trotzdem den zweiten Platz vor den Bibis behalten konnten. Als alles entschieden war, machte ich noch einen kurzen Tankstopp um sicherzugehen, dass unser Mofa nicht noch kurz vor Schluss stehen blieb. Die letzten Runden drehte ich dann ganz gemütlich bis ich mit der schwarz-weiß karierten Flagge abgewunken wurde. Bei der Siegerehrung lief dann schon das Fußballspiel im Hintergrund, welches wir gespannt auf dem Heimweg am Radio verfolgten. In Schnaittach gab es dann noch ein kleines Cola und ein Eis für Daniel und mich. Um 18 Uhr waren wir wieder zuhause.

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