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Rennbericht 2h GCC-Rennen in Walldorf am 08.05.2011 – Blindflug
17.08.2017 16:21

Mein Wecker klingelt um halb 5 und um 5 sind wir schon auf dem Weg nach Walldorf in Thüringen. Mit dabei sind Schniffi, Andi, Anderle und meine Wenigkeit. Ich hatte mir ein großes Kissen für die Fahrt mitgenommen. Aber Schlafen ist aus Solidarität zu unserem Fahrer Anderle im Auto verboten. Da musste ich schon kämpfen, dass es mir nicht die Augen zuzog. Als wir um ca. 9 Uhr (mit diversen Pausen) in Walldorf ankamen warteten schon Marianne, Max, Wolfgang, Petra und Bernd auf uns. Noch hinzu  kamen etwas später Anton, Roland, Maxi und Viktor. Wir ergatterten einen sehr guten Stellplatz direkt beim Startareal. Unsere Nachbarn waren Daniel und Christian Weiß, Dennis Schröter und noch viele weitere Pro´s. Vor dem Rennen mussten wir zu einer Fahrzeugabnahme und wir wurden informiert, dass die Renndauer von zwei auf eineinhalb Stunden verkürzt wurde. Grund dafür war die Extreme Staubentwicklung auf der Strecke. Bei einer ausgiebigen Streckenbegehung mir unserem Mentor Wolfi war sind uns gleich die Anlieger aus purem Staub aufgefallen. Die zahlreichen steilen Auffahrten beeindruckten uns dank der guten Vorbereitung in den letzten Monaten nur wenig. Da hatten andere Fahrer mehr Respekt. Der Vormittag war schnell vergangen und wir mussten bald unsere Motorräder im Startbereich aufstellen. Ich und Andi standen in der zweiten Startreihe, Anderle in der dritten. Beim Start war ich etwas aufgeregt aber auch sehr konzentriert. Leider half mir die Konzentration beim Antreten meiner Maschine gar nicht. Sie wollte einfach nicht anspringen. Nach dem 5ten kräftigem zornigem Tritt sprang der Blaue Blitz endlich an. Die erste Runde war dann ganz schon krass. Ich musste hinterherfahren und der Staub war so dicht, dass ich eigentlich nichts sah. Dann fuhr ich noch durch diverse Wasserlöcher, die durch das Wässern der Strecke entstanden waren. Dies hatte zur Folge, dass ich wie ein Schnitzel paniert wurde.

In der 3. oder 4. Runde passierte mir ein kleiner Fahrfehler bei dem ich im Wald die Spur verlassen musste. Ich musste ca. 10-15 Fahrer an mir vorbeilassen bis ich mich selbst wieder in die Perlenkette einfädeln konnte. Es war sehr anstrengend die schwierigen Enduropassagen zu meistern und die Motocross-Strecke war jede Runde eine willkommene Erholungspause. Aber trödeln konnte man da auch nicht weil es eine gute Möglichkeit war langsamere Fahrer zu überholen. Ich konnte die 1,5 Stunden am Stück sturzfrei fahren und erreichte den 55. Platz in meiner Klasse (Sport B). Ich bin etwas enttäuscht über das Ergebnis aber mir war es bei den wirklich gefährlichen Bedingungen heil anzukommen. Es passierten viele Stürze und auch meine Freunde mussten einmal das Motorrad verlassen. Andi hatte einen perfekten Start und war auf dem hervorragendem 17. Platz als sein Motor den Geist aufgab. Er tat mir richtig Leid als ich ihm am Streckenrand sah. Aber auch andere Fahrer hatten mit technischen Defekten zu kämpfen. Jens Zimmermanns (der Veranstalter dieser Rennserie) musst auch aufgeben als sein Motorrad nicht mehr fahren wollte. Der Unterschied zu Andi war jedoch, dass Jens Zimmermann samt Maschine vom Besenwagen abgeholt wurde aber Andi sein Motorrad von ganz unten aus dem Wald ins Fahrerlager hochschieben musste. Also so geht’s ja wohl nicht liebes Baboons-Team. Ich muss mal sehen ob ich nicht ein kleines Rücklicht an mein Moped baue um bei solchen Sichtbedingungen besser gesehen zu werden.

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