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Rennbericht 24h-Mofarennen Speinshart 2009
17.08.2017 15:57

Erst ist es immer eine lange Zeit bis zum Mofarennen in Speinshart. Doch dann ist es auf einmal da. Gut vorbereitet reisten wir wie jedes Jahr am Donnerstag mit unserem Lastwagenanhänger an. Ein paar Teams waren auch schon da. Eine Woche vor dem Rennen waren wir richtig am Rotieren. Bei Testfahrten war uns der Lenkkopf unseres Renngerätes aufgebrochen. Unser Zündapp-Motor musste heuer zum 3. Mal ungeöffnet an den Start. Nur einen neuen Kolben haben wir dem technischen Wunderwerk aus München spendiert. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir nur wenig kleine Details geändert. Lediglich die Ergonomie und Bedienbarkeit unseres Fahrzeugs wurde etwas verfeinert. Beim Einchecken am Freitag hatten wir keine Probleme und unser Mofa bestand den Check beim ersten Versuch. Währendessen fand unser kleines Ablenkungsmanöver mit der Kreidler auch guten Zuspruch. Viele glaubten, dass wir mit der roten Maschine aus Duderstadt an den Start gehen würden. Sorry. Das war leider geschwindelt. Aber vielleicht holen wir das Teil mal bei einem Rennen für die fränkische Mofa-WM aus dem Keller. Nach der TÜV-Abnahme hatten wir viel Zeit uns noch mit der Rennstrecke vertraut zu machen. Die Strecke war der vom Vorjahr ziemlich ähnlich. Nur etwas schneller und es waren drei Sprunghügel hintereinander eingebaut, die nicht besonders materialschonend waren. Das Wetter war über das ganze Wochenende beständig heiß und schön. So wurde die Strecke in regelmäßigen Abständen und in der Nacht gewässert. Der Start am Samstag verlief gut. Wir konnten bald den zweiten Platz hinter der Bergmafia belegen. Bis Sonntagmittag wechselte unsere Platzierung dann sporadisch zwischen den Plätzen 1 bis 3. Die Abstände waren bis dahin auch noch konstant klein. Dann aber konnten wir den zweiten Platz festigen. Die MSC-Racer hatten einige kleinere Probleme und vielen bis auf 30 Runden zurück. Während des Rennens mussten wir mit ständigem Rutschen der Kupplung klarkommen. Das war aber eigentlich kein besonderer Nachteil. Nur ein paar graue Haare sind mir schon davon gewachsen, weil ich ständig Angst hatte, dass uns das irgendwann um die Ohren fliegt. Sonst hatten wir keinen einzigen Ausfall oder Reparatur zu beklagen. Das war wirklich erstaunlich dass wir nur Tanken mussten. Letztendlich mussten wir uns dann knapp mit einer Runde Rückstand der Bergmafia geschlagen geben. Ähnlich lief es auch bei der Bergmafia, die nur einen platten Reifen wechseln mussten. Unsere Maschinen laufen jetzt nach dem Rennen noch einwandfrei und haben immer noch die volle Leistung von 7,5 PS. Hier möchte ich mich bei Andi von der Bergmafia recht herzlich für die gute technische Zusammenarbeit bedanken. Die gemeinsame harte und lange Vorbereitung auf den jährlichen Höhepunkt des Mofa-Rennsports wurde durch einen deklassierenden Doppelsieg belohnt. Wir haben uns wirklich monatelang den A… für das Rennen aufgerissen und hart am Leistungsprüfstand und auf unserer Teststrecke gearbeitet. Unser Potential ist nicht irgendwelcher Hexenzauber sondern gute Vorbereitung und unser Bestreben in allem einfach perfekt zu sein.  Deshalb verstehe ich nicht warum sich nicht alle mit uns freuen können sondern wie jedes Jahr nach dem Rennen das große Genörgel losgeht. Fakt ist: Wir wurden während des Rennens mehrmals mit einer Radarpistole kontrolliert. Fakt ist: Wir haben nicht die schnellste Rennrunde gedreht. Fakt ist: Wir hatten keinen einzigen Ausfall. Fakt ist: Wir machen Boxenstopps wie in der Formel 1. Fakt ist: Wir sind bestens auf das Rennen vorbereitet. Fakt ist: Unsere Fahrer sind 27, 46 und 51 Jahre alt. Natürlich ist es schwierig das auch zu schaffen aber es soll uns bitte keiner ankreiden, dass wir die Messlatte so hoch legen. Ich finde es armselig nach dem eigenen Misserfolg die Schuld bei dem zu suchen, der einfach besser war. Vielen, vielen Dank möchte ich allen aussprechen, die an dieser Meisterleistung beteiligt waren. Danke an Max und Wolfgang, Marianne,  Matthias und Stefan, meinen Eltern, Martina und Andi.

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