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Rennbericht 17 ¾ h Mofarennen Fischbach 2008
17.08.2017 15:56

Wir sind am Samstagmorgen um 4:00 Uhr von Seitenthal mit 4 vollgeladenen Autos losgefahren. Sogar das Mofa haben wir in mein Auto eingeladen. Nach 4 Stunden Fahrt und nach zahlreichen Stopps an Fast-Food-Restaurants, welche allesamt geschlossen hatten, kamen wir in Fischbach an. Unser Team bestand aus den Fahrern Kastner Hans, Grünwald Andi, Kümmel Andi, Höllerl Michael und meiner Wenigkeit. Außerdem waren noch die Mechaniker Groß Konrad und Grünwald Stefan sowie die Mädls von der Bergmafia mit von der Partie. Also wurde unser Team personell stark von der Bergmafia unterstützt. Hier nochmals vielen Dank für die gute Zusammenarbeit. Kurz nachdem wir angekommen waren fingen wir mit dem Aufbau unserer Box an. Danach meldeten wir uns bei der Rennleitung an. Im Anschluss erfolgte das Fahrerbriefing mit Streckenbegehung. Dann ging es Schlag auf Schlag. Zuerst das Freie Training und dann das Qualifying. Im Freien Training hatten wir mit einer zu fetten Bedüsung zu kämpfen. Außerdem stimmte etwas mit dem Schaltzug nicht und die Übersetzung musste noch von 14-49 auf 13-49 geändert werden. Letzteres hatte die Folge dass wir auf jeden Fall nicht mehr das schnellste Mofa hatten. Beim Qualifying konnte ich für uns den 1. Startplatz herausfahren. Ich absolvierte dabei 3 schnelle Runden bei denen ich ständig den Schaltgriff beim Einlegen des 2. Gangs zwischen 2 und 3 halten musste. Die Pole Position war dann aber ein riesiger Vorteil. Der Start wurde um eine viertel Stunde verschoben. Hans holte sich den Hole Shot und konnte ein paar Runden lang die Gegner auf Abstand halten und mit Dreck bewerfen. Nach fast 4 Stunden stieg Hans bei völliger Dunkelheit von Mofa ab. Dann fuhr Andi Grünwald und dann kam ich dran. Jeder fuhr fast 4 Stunden am Stück. Die extrem schlammigen Bedingungen zwangen uns zu unplanmäßigen Stopps bei denen wir das Mofa warten mussten. Der Luftfilter und der Vergaser mussten oft gereinigt werden. In der Nacht waren dann von 1 bis 5 Uhr nur noch Andi Kümmel und ich wach. Ich fuhr und Andi machte den Mechaniker bis er dann früh morgens selbst aufs Mofa stieg. Es war schon irgendwie hart die Nacht durchzufahren – aber trotzdem cool. Ich kam nachts in die Box, stellte das Mofa ab und musste dann erstmal meinen Mechaniker aufwecken. Mit ruhiger Hand und voll konzentriert arbeiten wir am Mofa und hielten es am Laufen. Bei den widrigen Bedingungen ging ohne Wartung bald nichts mehr. So konnten wir bis Sonnenaufgang einen Vorsprung von über 50 Runden (eine Runde a 3 Min.) herausfahren. Ebenfalls hatten wir die beste Rundenzeit vorzuweisen. Selbst als die Strecke dann am Vormittag wegen vermeintlicher Unbefahrbarkeit von 2,2km auf ca. 1,5km verkürzt wurde, fuhren wir die schnellsten Zeiten. Früh am Morgen hatten wir ein abgefallenes Kettenschloss zu beklagen. Andi Kümmel musste das Mofa ca. 800m zurück in die Box schieben. Am Schlimmsten war aber der Dreck. Wir hatten keine trockenen Lappen mehr und auch Wasser war nicht vorhanden. Unsere Klamotten waren alle total durchnässt und enorm verdreckt. Aber wir konnten den Sieg sicher nach Hause fahren und zum Schluss noch einen Vorsprung von über 40 Runden auf den Zweitplatzierten behaupten. Zum Rennende hörte es dann sogar noch auf zu Regnen und die Sonne kam zum Vorschein. Die Siegerehrung war dann der krönende Abschluss dieses schönen Rennens bei dem wir wirklich hart zu kämpfen hatten. Um ca. 20:00 Uhr kamen wir dann wieder in Seitenthal an. Alle waren ziemlich müde aber trotzdem gingen ich und Andi noch auf den Stammtisch in Haselbrunn um vom Rennen zu berichten. Vielen Vielen Dank und meine Hochachtung für das Bergmafia Team. Ohne eure Unterstützung wäre der Sieg nicht möglich gewesen. Auch für die tolle Zusammenarbeit im Vorfeld hat viel Spaß gemacht. Danke auch an Hans und Michl und dem Rest der Bergmafia. Vielen Dank auch meinem Dad. Das Rennen war echt eine Herausforderung und nachts zu fahren ist nicht so einfach wie es sich anhört. Es hat uns sau viel Spaß gemacht und die Strecke war auch ganz gut. Super war auch das Boxenzelt und die Party. Auch die Leute von der Rennleitung waren nett und hilfsbereit. Ich komme aber nicht daran vorbei noch ein paar Punkte zu kritisieren und ein paar Anregungen loszuwerden.

 

keine Waschmöglichkeit (Wasserschlauch oder ähnl.) vorhanden

chaotische Anreise der Teams – keine Einweiser

großzügigere Absperrung des Boxenbereichs – Bauzaun nur auf der Fest-Seite dann weiter nach unten Richtung Fahrerlager

Anwesenheit der Rennleitung mangelhaft (Schichteinteilung Rennleitunskontainer)

Anwesenheit des Transponder-Mannes – Transponder könnten auch über die Ziellinie getragen werden

Streckenbegehung überflüssig – es gibt ja ein freies Training

Fahrzeugbeleuchtung muss besser kontrolliert werden! Gefahr! Rücklicht sollte bei Motor-Stillstand nicht erlöschen

Scheinwerfer auf der Rennstrecke blenden und erschweren die Sicht

Verkürzung der Strecke zu unserem Nachteil war nicht gerechtfertigt

Motoren müssen bei der technischen Abnahme markiert werden

Fahrgestellnummern wurden nach dem Rennen nicht überprüft

Hochdruckreiniger für Hubraumkontrolle bereithalten

 

Nichts desto trotz freuen wir uns auf Fischbach 2010. Macht weiter so!

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